Erhöhte Blutfettwerte - Hypercholesterinämie
Hypercholesterinämie bedeutet, dass der Cholesterinspiegel im Blut zu hoch ist. Besonders wichtig
ist hierbei das LDL Cholesterin („schlechtes Cholesterin“). Diese Fette können verschiedene
Probleme verursachen:
- es kann zu Ablagerungen (Plaques) kommen
- die Arterien können verkalken (Arteriosklerose)
- dadurch erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall
Ein erhöhter Cholesterinspiegel verursacht lange keine Beschwerden, deshalb sind regelmäßige Blutkontrollen wichtig. Im Rahmen der Gesundheitsvorsorge, welche alle 3 Jahre möglich ist werden unter anderem die Cholesterinwerte bestimmt.
Was erhöht den Cholesterinspiegel?
- Ungünstige Ernährung (v. a. viel fettes Fleisch, Wurst, Butter, Fast Food, Fertigprodukte)
- Bewegungsmangel
- Übergewicht
- Rauchen
- Genetische Faktoren (familiär bedingt)
Was kann man selbst tun?
Ernährung umstellen
- Mehr Gemüse, Obst, Vollkornprodukte
- Pflanzliche Öle (z. B. Raps-, Olivenöl) statt Butter
- Fettreduzierte Milchprodukte
- magere Fleisch und Wurstprodukte
- Fisch (v. a. Lachs, Makrele, Hering) 1–2× pro Woche
- Weniger Fertiggerichte, Chips, Gebäck, da sie versteckte Fette enthalten
- ungeröstete Nüsse und Hülsenfrüchte
- Wasser, ungezuckerte Erfrischungsgetränke, Kaffee und Tee sind unbedenklich
- Gewicht reduzierenSchon 5–10 % Gewichtsabnahme verbessern oft die Cholesterinwerte deutlich.
- Bewegungmindestens 150 Minuten pro Woche moderat bewegen (z. B. zügiges Gehen, Radfahren, Schwimmen) oder
oder 75 Minuten pro Woche intensive Bewegung - Rauchen aufgebenRauchen senkt das „gute“ HDL-Cholesterin und schädigt die Blutgefäße zusätzlich.
Medikamentöse Behandlung
Manchmal reicht eine Ernährungsumstellung nicht aus. Gerne können wir anhand Ihres Risikoprofils den Nutzen einer medikamentösen Behandlung mit Ihnen besprechen.Die Therapie wird individuell an Ihr persönliches Risiko angepasst.